"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen." Albert Schweitzer - Mit ökohaus calden das KfW Effizienzhaus ökologisch bauen

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"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen." Albert Schweitzer

Nachhaltigkeit im Bauwesen bedeutet Schutz und Erhalt unserer Umwelt durch den Einsatz regenerativer Baustoffe, deren Einsatz unser Ökosystem nicht belastet.

Da in unserer heutigen modernen Welt vielfach kurzfristige wirtschaftliche Interessen Vorrang vor langfristigen und weniger ertragreichen Konzepten haben, zeigen uns Klimawandel und Umweltverschmutzung den Irrweg in konsequenter Weise auf. Ein Umdenken zu nachhaltigem Bauen bedeutet aber in keiner Weise einen Nachteil für die Nutzer eines Gebäudes. Nachhaltiges Bauen ist aktiver Umweltschutz. In unserer Ökobilanz erfahren sie mehr dazu.

Energie und Wasser werden das Gold des 21.Jahrhunderts sein. Nachhaltigkeit ist der Schlüssel, Wachstum und Ökologie zu vereinen. Durch Nachhaltigkeit werden neue Arbeitsplätze entstehen. Arbeitsplätze die durch
das Nachdenken, die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Konzepte entstehen und nicht durch Festhalten an bisherigen Konzepten. Stagnation bedeutet Rückschritt, da unser Wissen und unsere Forschung längst neue Möglichkeiten aufzeigen. Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur Ressourcen wie z. B. Energie zu schonen, sondern bei der Ressourceneinsparung auch Mittel und Konzepte zu nutzen, die wiederum möglichst sparsam mit den Ressourcen umgehen.


Nachwachsende Rohstoffe
helfen daher am deutlichsten, der Bauplan der Natur ist an Qualität nicht zu übertreffen. Die Evolution hat uns gezeigt, welche Ideen überleben können. Daher sollten wir viel mehr von der Natur, die der beste Baumeister dieser Erde ist, lernen.

Bauen im Einklang mit der Natur ist die beste Möglichkeit, einen Teil unserer Zukunftsprobleme zu bewältigen.




 
Biogenes Dämmen: Welche Vorteile bieten nachhaltige Dämmstoffe?
 
 
Der Aspekt der Nachhaltigkeit gewinnt in allen Lebensbereichen an Bedeutung - da erscheint es nur konsequent und nachvollziehbar, dass der Energiebedarf zum Heizen zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit gerät. Entscheidend ist aber nicht nur die effektive Wärmedämmung als solches, sondern auch das hierzu genutzte Dämmmaterial. Nachwachsende Rohstoffe schonen die Umwelt und überzeugen darüber hinaus durch günstige Eigenschaften.

Styropor: Teurer Sondermüll

Als klassischer konventioneller Dämmstoff wird heute in der Regel Styropor eingesetzt. Doch abgesehen vom günstigen Anschaffungspreis müssen eine Menge Nachteile in Kauf genommen werden. Weil keine Dampfdurchlässigkeit gegeben ist, droht Schimmelbefall durch Kondenswasser. Außerdem ist die Entsorgung nicht unproblematisch - schließlich handelt es sich letztlich um Erdöl. Die Dämmplatten sind nach der Demontage meist nicht mehr vom Kleber zu trennen und müssen in der Folge als Sondermüll kostspielig verwertet werden. In der Gesamtbilanz erscheint es dann fraglich, ob konventionelle Dämmplatten überhaupt noch einen Kostenvorteil gegenüber den ökologischen Alternativen bieten.

Zellulose überzeugt durch optimale Dämmung

Wer das nachhaltige Bauen ganzheitlich betrachtet, hat nicht nur die natürlich nicht unbedeutende Energieersparnis im Sinn, sondern auch die Emission von Schadstoffen im Blick.
Nachhaltige Dämmstoffe wie Zellulose können mit vergleichsweise geringem Energieaufwand produziert und nach der Nutzung recycelt werden. Im Zweifel ist sogar eine noch energetische Nutzung möglich, die bei klassischem Styropor wegen der beim Verbrennen entstehenden Giftstoffe problematisch und teuer ist. Abseits dieser Überlegungen kann insbesondere Zellulose auch durch andere Eigenschaften überzeugen. So führte der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) kürzlich einen Vergleich von Zellulose mit 29 konventionellen Dämmstoffen durch. Das Ergebnis überraschte die Experten durchaus: Die natürlichen Zellulose-Fasern konnten in Hinblick auf Hitze-, Brand-, Schall- und Feuchtigkeitsschutz Spitzenergebnisse für sich verbuchen. Zudem gehört Zellulose zu den wenigen Dämmstoffen, die durch eine positive CO2-Bilanz einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Möglich werden die guten Testergebnisse auch durch die besondere Verarbeitung. Während Styropor-Dämmplatten an der Außenwand angebracht werden, wird Zellulose in Zwischenwände eingeblasen. Dadurch wird die Entstehung von Wärmebrücken effektiv verhindert.

Dämmen mit Seegras

Abseits der Zellulose existieren noch eine Menge weiterer Naturstoffe, die sich ganz ausgezeichnet für eine Dämmung eignen. Seegras ist beispielsweise einer von Ihnen: Wegen seiner silikathaltigen Faserstruktur ist es schwer entflammbar. Außerdem schimmelt es nicht, speichert Wärme und gibt Feuchtigkeit schadlos wieder ab. Diese Eigenschaften sind insbesondere deshalb so erwähnenswert, weil sie bereits ohne Nachbehandlung vorhanden sind - wer mit Seegras dämmt, setzt gänzlich auf ein Naturprodukt. Lediglich der Preis könnte Bauherren noch abhalten, im Vergleich zu Zellulose müssen etwa die doppelten Kosten einkalkuliert werden. Ähnliche Eigenschaften bieten auch Flachs und Hanf, die vom Acker bis zum Kunden zudem einen günstigen ökologischen Fußabdruck hinterlassen: Anders als das an der Mittelmeerküste eingesammelte Seegras können die beiden Pflanzen in Deutschland angebaut werden, folglich sind die Transportwege kurz und weniger klimaschädlich. Der Vorzug der Dampfdiffusion sollte vor allem bei der Sanierung von Altbauten bedacht werden, die aufgrund der Sperrwirkung von Styropor häufig von Schimmelbefall betroffen sind. Vor allem für Heimwerker, die die Sanierung in Eigenregie vornehmen, ist zudem auch die Verfügbarkeit ein Thema, weil die meisten Baumärkte in ihrem Sortiment eher auf konventionelle Dämmmaterialien setzen. Hier kann es sich durchaus lohnen, online nach Alternativen Ausschau zu halten.
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