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Luftdichtheit vermeidet Bauschäden und spart Energie

Es gibt vielerlei Gründe, für eine luftdichte Konstruktion zu sorgen. Es sind die wichtigsten Gründe aufgezählt:

  • Vermeidung von Konvektionswasser in der Konstruktion. Wenn warme, feuchte Luft aus dem Innenraum in den kälteren Bereich der Baukonstruktion gelangt, kann der enthaltene Wasserdampf kondensieren. Kalte Luft kann weniger Wasser halten als warme. Die sich niederschlagende Feuchte ist ein Nährboden für Schimmel und sonstige Pilze. Die Baukonstruktion nimmt Schaden.


  • Verringerung der Energieverluste. Während bei der Wärmedämmung (Verringerung der Transmissionswärmeverluste) heute ein hoher Standard erreicht ist, ist die Luftdichtheit (Verringerung der Lüftungswärmeverluste) bisher zu wenig beachtet worden. Bei modernen Häusern schlägt der Lüftungswärmeverlust anteilmäßig mit über 50 Prozent zu Buche. Die Lüftungswärmeverluste lassen sich mit relativ geringem Aufwand reduzieren.

   

  • Vermeidung von kalten Fußböden im Erdgeschoss. Kalte Außenluft, die durch die Gebäudehülle gelangt, fällt nach unten und bildet eine kalte Luftzone in Fußbodennähe. Kalte Füße sind die Folge.

      

  • Sicherstellung der Funktion der Lüftungsanlage. Mit einer Lüftungsanlage mit oder ohne Wärmerückgewinnung möchte man den hygienisch notwendigen Lüftungsbedarf decken, ohne die Luft über die undefinierten Leckstellen der Gebäudehülle zu leiten. Luft strömt nur da, wo ein Druckgefälle vorhanden ist. Deshalb baut eine Lüftungsanlage geringe Druckdifferenzen zwischen innen und außen auf. Leckstellen stören dabei. Darum gelten beim Einbau von Lüftungsanlagen erhöhte Anforderungen an die Luftdichtheit.

      

  • Sicherstellung des Schalldämmmaßes von Bauteilen. Bei der Schallübertragung herrschen ganz spezielle physikalische Gesetze. Bereits schmale Schlitze in einer Wand lassen die Wand als schalldurchlässig erscheinen. Die schallleitende Wirkung von kleinen Ritzen wird meist unterschätzt.


  • Sicherstellung der Dämmwirkung von Außenbauteilen. Wärmedämmung beruht auf dem Einschluss von Luft in Hohlräumen des Dämmmaterials. Wenn das Dämmmaterial von Luft durchströmt wird, wird ihm die Wärme entzogen und das Dämmmaterial verliert seine Wirkung.


Luftdicht ist nicht gleich winddicht!! Die Außenhülle muss von außen winddicht und von innen luftdicht ausgeführt werden. Aussagen wie: "Winddichte Außenhülle" sind nichtssagend. Bestehen Sie auf Luftdichtigkeit entsprechend der gesetzlichen Vorgaben und auf dem Nachweis der Luftdichtigkeit. Jede Leckage kann bauphysikalisch katastrophale Auswirkungen haben. Bereits seit der Gültigkeit der Wärmeschutzverordnung 95 und der DIN 4108 wird Luftdichtigkeit mit n50 Werten von 1,5 1/h bei Einsatz von Lüftungsanlagen und 3,0 1/h bei Fensterlüftung verlangt, jedoch so gut wie nie nachgewiesen.

Nachfolgend einige physikalische Erläuterungen:

Bild Luftdichtheit

Die häufigste Ursache (über 90%) aller Bauschäden ist Konvektion (Luftströmung) infolge von Luftundichtheiten: Die eindringende Luft transportiert Feuchtigkeit in die Dämmung, die abgekühlt dort zu Tauwasserausfall führt. Mit einer diffusionsoffenen Luftdichtung lassen sich Konvektionsschäden zuverlässig und dauerhaft vermeiden. Bisher sorgten Teilsparrendämmungen (durch die funktionierende Hinterlüftung) für den relativ guten Abtransport der Konvektionsfeuchtigkeit. Die fehlende Dämmschutzschicht aber erhöht gleichzeitig die Gefahr einer verringerten Wärmedämmwirkung. Mit Einführung der neuen Wärmeschutzverordnung wurden Vollsparrendämmungen Standard. Eine schlechte Luftdichtung ist bei dieser Konstruktion häufig die Ursache für kostenintensive und weitreichende Bauschäden.

Bild Luftdichtheit2

Durch eine Dampfbremse können bis zu 5 g/m2 pro Tag Feuchtigkeit in die Konstruktion diffundieren. Im Vergleich dazu dringt durch eine 1mm breite und 1m lange Fuge in der Dampfbremse 800g Feuchtigkeit in die Wärmedämmung ein. Durch die Verwendung einer diffusionsdichten Dampfbremse (z. B. PE-Folien) erfolgt eine Reduzierung der Diffusion von Feuchtigkeit in die Konstruktion. Allerdings wird die Austrocknungsfähigkeit aus der Konstruktion stark gemindert. Dies ist besonders bei diffusionsdichten Unterdächern (z. B. Bitumendachbahnen, Blechdächern, dichten Unterspannbahnen) von Bedeutung. Eingedrungene Feuchtigkeit kann weder nach außen, noch nach innen austrocknen: Die Folien werden zu regelrechten Feuchtefallen. Bei offenen Unterdächern und einer sehr diffusionsoffenen Unterspannbahn stellt sich das Problem der Austrocknungsfähigkeit der Konstruktion nicht, jedoch bleibt bei undichter Dampfbremse das Problem der Wasserdampfkonvektion.

Bild Luftdichtheit

Der Wärmeschutz im Sommer wird als Phasenverschiebung und Amplitudendämpfung dargestellt. Unter Phasenverschiebung versteht man die Zeit (in Stunden), die die Wärme benötigt, bis sie von der Unterseite der Dachziegel in den Wohnraum gelangt. Die Amplitudendämpfung beschreibt die Temperaturerhöhung im Innenraum im Verhältnis zur Außentemperatur. Beide Größen werden aus der Temperaturleitzahl a (Verhältnis Wärmedämmung zu Wärmespeicherung), den Bauteildicken und deren Anordnung errechnet. Voraussetzung ist die Annahme, daß die Wärme sich Pore für Pore nach innen vorarbeiten muß (wie beim U-Wert im Winter).

Bild Luftdichtheit

Bei ungenügender Luftdichtung strömt die Wärme in den Dämmstoff und reduziert die zur Verfügung stehende Dämmschichtdicke erheblich.

Die Konsequenz: Die tatsächliche Phasenverschiebung ist wesentlich kürzer und die tatsächliche Amplitudendämpfung wesentlich geringer als die errechneten Werte. Die Wärme erreicht den Wohnraum schneller und die Temperaturerhöhung ist spürbar stärker

Bild Luftdichtheit

Eine unzureichende Luftdichtung läßt kalte Luft von außen durch die Dämmung in den warmen Innenraum eindringen. Es erfolgt eine Austrocknung der Raumluft. Ursache dafür ist: Kalte Luft kann weniger Wasser aufnehmen als warme Luft und enthält deshalb eine geringere absolute Feuchtigkeitsmenge. Wird die Kaltluft erwärmt, entsteht eine sehr trockene Raumluft. Häuser mit einer mangelhaften Luftdichtung neigen daher zu einer zu trockenen Innenraumluft. Auch Befeuchtungsgeräte können hier nur wenig Abhilfe schaffen. Ein Rechenbeispiel: Raumluft von -10°C enthält im kalten Zustand z. B. 80 % relative Luftfeuchtigkeit. Eine Erwärmung auf +20°C vermindert die Luftfeuchtigkeit auf 9,9 % (statt 80%).

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